Politisches Wirken 1998–2026
Politik hat mich gepackt, als ich 19 war – und nicht mehr losgelassen. 28 Jahre lang war Politik meine Leidenschaft, mein Antrieb und manchmal auch mein Lehrmeister. Ich habe viel Zeit und Herzblut investiert, habe Niederlagen einstecken müssen und Erfolge erlebt, die ich beide nicht missen möchte. Dieser Rückblick ist kein Abschlussbericht – er ist ein Dankeschön an alle, die diesen Weg mit mir gegangen sind.
Einwohnerrat der Stadt Kriens (2006-2013)
Mein parlamentarischer Weg begann 2006 im Einwohnerrat Kriens. Schon zuvor war ich als Ortsparteipräsident der JCVP Kriens, später als Gründungspräsident der JCVP Wahlkreis Luzern-Land und als Mitglied oder Präsident von zahlreichen Kampagnen und Komitees politisch aktiv. In siebeneinhalb Jahren im Krienser Parlament reichte ich rund 30 Vorstösse ein – ich engagierte mich dabei für eine haushälterische Finanzpolitik, effiziente Verwaltung, Verkehrssicherheit, für das lokale Gewerbe sowie für die Anliegen der jüngeren Generationen und Familien. Ich lernte damals: Wirksame Politik beginnt nicht in Bern, sondern vor Ort, da wo Menschen zusammenleben, wohnen und arbeiten. Diese Überzeugung hat mich nie verlassen.
Kantonsrat Luzern (2015-2026)
2015 wurde ich für den Wahlkreis Luzern-Land in den Luzerner Kantonsrat gewählt. Zehneinhalb intensive Jahre folgten – zuerst vier Jahre als Mitglied der Kommission für Raumplanung, Umwelt und Energie (RUEK) und dann ab 2019 in der Planungs- und Finanzkommission (PFK) und ab 2023 als Fraktionsleader und -sprecher der Mitte in der PFK. Zehn dieser zehneinhalb Jahre war ich zudem Vizefraktionschef der Mitte-Fraktion.
In dieser Zeit habe ich 39 parlamentarische Vorstösse eingereicht: 8 Motionen, 20 Postulate und 11 Anfragen. Rund 90% der Motionen und Postulate wurden ganz oder teilweise erheblich erklärt. Diese Bilanz verdanke ich auch der überparteilichen Zusammenarbeit, die mir stets wichtig war – viele Vorstösse trugen Unterschriften aus allen Fraktionen. Was mich freute: 2019 und 2023 wurde ich sehr gut wiedergewählt, mit dem zweitbesten bzw. dann dem besten Wahlresultat im Wahlkreis.
Finanzpolitik
Mein Kernthema. Mit der Motion zur regelmässigen Aufgabenüberprüfung, dem Vorstoss zur nachhaltigen Steuerung des Ausgabenwachstums und der Motion zur Überarbeitung des Finanzleitbilds setzte ich mich dafür ein, dass der Kanton in guten Zeiten vorausschauend und haushälterisch handelt – und nicht erst unter Spardruck. In der PFK verteidigte ich konsequent saubere Budgetprozesse und eine robuste Finanzplanung. Mein Credo dabei: Die grössten Fehler macht man in guten Zeiten.
Energie und Klima
Acht Vorstösse widmete ich der Energie- und Klimapolitik. Unter anderem setzte ich mich ein für vereinfachte Bewilligungen für Wärmepumpen, für die Förderung der Elektromobilität in Mehrfamilienhäusern, für Anreize für Trafostationen in bebauten Gebieten gegen den drohenden Solarstau, CO2-Kompensation im Luzerner Wald – ich wollte, dass der Kanton in der Energiepolitik und beim Klimaschutz nicht nur redet, sondern handelt.
Wirtschaft und Gesellschaft
Attraktive Standortbedingungen und weniger Bürokratie für Firmen, tiefere Steuer- und Abgabenlast für Private und Firmen, Innovationsförderung, Massnahmen gegen Schwarzarbeit in der Coiffeurbranche und bei privaten Haushaltshilfen, faire Ausbildungsentlöhnung im Gesundheitswesen: Meine Vorstösse setzten immer dort an, wo konkreter Handlungsbedarf bestand. Die Standesinitiative zur Befreiung dienstwilliger Personen mit Geburtsgebrechen von der Wehrpflichtersatzabgabe war mir persönlich besonders wichtig – sie wurde erheblich erklärt und ins Bundesparlament getragen.
Für die Region
Als Malterser war mir zum Beispiel die Verkehrssicherheit auf der H10 ein zentrales Anliegen. Drei Vorstösse, hartnäckige Arbeit – und am Ende ein Ergebnis, das ohne Gegenstimmen vom Kantonsparlament getragen wurde. Das zeigt: Regionale Anliegen können im Kantonsparlament eine breite Mehrheit finden, wenn man sie konsequent vertritt.
Abschied
Am 26. Januar 2026 bin ich aus beruflichen Gründen aus dem Kantonsrat zurückgetreten. Es waren intensive, lehrreiche und erfüllende Jahre. Ich bin dankbar für das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler, für die Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen aller Parteien – und für die Möglichkeit, etwas bewegen zu dürfen.